Katholikentag: Patientenfürsprecher Detlef Schliffke spricht über Fürsorge und Menschlichkeit

Katholikentag: Patientenfürsprecher Detlef Schliffke spricht über Fürsorge und Menschlichkeit

„Seht, da ist der Mensch“ – das Motto des 100. Katholikentages in Leipzig stand ganz im Sinne der Menschlichkeit. Welche Rechte Patienten und ihre Angehörigen im Krankenhaus haben, darüber berichtete Detlef Schliffke, Patientenfürsprecher am Katholischen Klinikum Essen und erster Vorsitzender des 2015 gegründeten Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK), Ende Mai auf dem Katholikentag.

Schliffke erzählte von seinen eigenen Erfahrungen als Patientenfürsprecher und offenen Ohren für die Sorgen und Nöte des Patienten. Der Zusammenhang zwischen Katholikentag und Patientenfürsprache liegt für ihn auf der Hand. „Viele Krankenhäuser sind katholisch“, berichtet der Patientenfürsprecher und ergänzt: „Fürsorge, Menschlichkeit, anderen helfen, die Not lindern: Das sind alles Prinzipien des Glaubens, die auch in Krankenhäusern eine wichtige Rolle spielen und für die wir uns als Patientenfürsprecher einsetzen“.

Für Schliffke bedeutet das: „Aufmerksam zuhören, und dem Patienten oder Angehörigen ein ganzheitliches Verständnis seiner Situation entgegenbringen. Das ist das A und O“. Doch vielen Patienten sei noch gar nicht klar, dass es Patientenfürsprecher in Krankenhäusern gibt, die sich für sie und ihre Bedürfnisse stark machen, bedauert Schliffke. Auch das möchte er unbedingt ändern.

„Patienten in Krankenhäusern sind keine Kunden, sondern Menschen, denen in dieser Ausnahmesituation geholfen werden muss“, so Detlef Schliffke weiter. Dass Krankenhäuser krank machen, könne er nicht bestätigen. Im Gegenteil: Aus seiner Sicht seien Patienten in deutschen Krankenhäusern gut aufgehoben und werden sowohl von Ärzten als auch vom Pflegepersonal bestens betreut. Insbesondere vor dem Pflegepersonal zieht er seinen Hut, das eine nicht immer einfache Arbeit „in der Regel sehr menschlich und fürsorglich“ erledigt.

„Dass nicht immer alles reibungslos laufen kann – das ist menschlich“, sagt Schliffke. Der Patientenfürsprecher des Katholischen Klinikums Essen und seine BPiK-Kollegen sind für Menschen in Krankenhäusern da, vermitteln bei Missverständnissen und Unstimmigkeiten mit Personal und Ärzten und klären die Betroffenen mittels Veranstaltungen, Vorträgen und weiteren Aktionen ausführlich über ihre Rechte auf.

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