Tag des Patienten

Positives Signal für Patientenrechte: „Tag des Patienten“ am 26. Januar 2017

Der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. (BPiK), das Patientenportal Saluway sowie der Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e.V. (BBfG) rufen Kliniken und Krankenhäuser in Deutschland zur Teilnahme am zweiten Tag des Patienten am 26. Januar 2017 auf.  Ziel ist es, den Rechten von Patienten in Krankenhäusern mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen.

„Jedes Krankenhaus kann teilnehmen“, sagt BPiK-Vorsitzender Detlef Schliffke und betont, „dass mit minimalem Aufwand viel erreicht werden kann.“ Kliniken und Krankenhäuser, die sich am Tag des Patienten 2017 beteiligen möchten, haben die Möglichkeit, interessierte Bürgerinnen und Bürger mit

– Vorträgen
– Infoständen im Eingangsbereich
– oder einer eigens für diesen Tag geschalteten Telefonhotline über ihre Rechte als Patient im Krankenhaus zu informieren.

Der BPiK unterstützt teilnehmende Kliniken und Krankenhäuser mit einer bundesweiten Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus können sich interessierte Kliniken und Krankenhäuser für ihre regionale Pressearbeit folgende Mustervorlagen herunterladen:

Musterpressemitteilung Tag des Patienten Telefonhotline

Musterpressemitteilung Tag des Patienten Infostand

Musterpressemitteilung Tag des Patienten Vortrag

Eine gute Orientierung für einen Vortrag zum Thema Patientenrechte bietet die Präsentation des BPiK.

Kliniken und Krankenhäuser, die weitere Fragen, Anregungen haben und sich insbesondere in die Übersichtskarte aller teilnehmenden Kliniken und Krankenhäuser am Tag des Patienten 2017 eintragen lassen möchten, wenden sich per E-Mail an info@bpik.de.


Detlef Schliffke bei einem Vortag am Katholischen Klinikum Essen

„Viele Patienten kennen ihre Rechte nicht“, sagt Detlef Schliffke, Patientenfürsprecher am Katholischen Klinikum Essen und Vorstand des BPiK.

Bundesweiter Tag des Patienten

Der erste bundesweite Tag des Patienten fand am 26. Januar 2016 statt und wird künftig jedes Jahr an diesem Tag veranstaltet. Zahlreiche Kliniken nahmen teil und machten auf die Stärkung der Patientenrechte und die Arbeit der Patientenfürsprecher sowie der Beschwerdemanager in ihren Krankenhäusern aufmerksam. In der Presse schlug die Aktion hohe Wellen. Unter anderem meldete sich die bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml zu Wort. Sie plädierte für eine verpflichtende Anstellung von Patientenfürsprechern in bayerischen Krankenhäusern wie es in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin oder im Saarland bereits der Fall ist. Darüber hinaus lobte sie die ehrenamtliche Tätigkeit der Patientenfürsprecher und deren Initiative, sich für andere Menschen einzusetzen.


Patientenrechte

Welche Rechte habe ich als Patient? Diese Frage stellen sich Bürgerinnen und Bürger immer wieder. Die Grundlage für die Rechte der Patienten bildet das Patientenrechtegesetz (PatRG), das am 26. Februar 2013 von der Bundesregierung verabschiedet wurde. Enthalten ist in diesem Gesetz unter anderem das Recht auf Selbstbestimmung, das heißt medizinische Maßnahmen dürfen grundsätzlich nur mit der Einwilligung des Patienten durchgeführt werden. Weiterhin hat jeder das Recht, ausführlich und verständlich vom behandelnden Arzt über seine Erkrankung aufgeklärt zu werden oder Einblick in seine Patientenakte zu nehmen. Auch die ärztliche Schweigepflicht oder das Recht auf eine Zweitmeinung ist im PatRG geregelt.

Trotz gesetzlicher Regelungen gibt es immer wieder Fälle, in denen sich Patienten hilflos fühlen und nicht wissen an wen sie sich bei Problemen wenden sollen. Der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. (BPiK) und der Bundesverband Beschwerdemanagement in Gesundheitseinrichtungen e.V. (BBfG) haben daher den „Tag des Patienten“ ins Leben gerufen, um verstärkt auf die Rechte der Patienten aufmerksam zu machen.