Bundesweit erster „Wegweiser Klinik-Zertifikate“: An diesen Siegeln und Zertifikaten können sich Patienten bei einem Klinik-Aufenthalt orientieren

Bundesweit erster „Wegweiser Klinik-Zertifikate“: An diesen Siegeln und Zertifikaten können sich Patienten bei einem Klinik-Aufenthalt orientieren

Patientenportal Saluway, Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK e.V.) und Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen (BBfG e.V.) veröffentlichen den ersten „Wegweiser Klinik-Zertifikate“ zur Patienten-Orientierung

Viele Krankenhäuser werben mit Gütesiegeln und Zertifikaten, die von unterschiedlichsten Organisationen vergeben werden. Die Liste ist lang und reicht vom „Anerkannten Gefäßzentrum“ bis zum „Zertifizierten Diabeteszentrum“. Gemeinsam mit dem Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) und dem Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e.V. (BBfG) veröffentlicht das Patientenportal Saluway (www.Saluway.de) mit dem Wegweiser Klinik-Zertifikate die deutschlandweit erste Übersicht über einige der wichtigsten und aussagekräftigsten Klinik-Zertifizierungen. Wie ein Reiseführer hilft der Wegweiser Klinik-Zertifikate Patienten bei der Wahl ihres Krankenhauses durch den Zertifikate-Dschungel. In einer Übersicht gibt Saluway Antworten auf die Fragen, was diese Siegel und Zertifikate aussagen und welche Maßstäbe die vergebenden Organisationen anlegen.

Kein Zwang zur zertifizierten Qualität
„Bei Krankenhaus- und Klinikleistungen liegt es häufig an den Patienten selbst, die Güte der Behandlung zu prüfen. Siegel und Zertifikate sollen für eine überprüfte Qualität bürgen“, sagt Detlef Schliffke, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. (BPiK). „Doch einen durchgängigen und einheitlichen Zwang zur zertifizierten Qualität in Kliniken gibt es in Deutschland praktisch noch nicht“, ergänzt Schliffke, der zugleich Sprecher der Essener Patientenfürsprecher ist und langjähriger Patientenfürsprecher des Philippusstift am Katholischen Klinikum Essen. Umso verwirrender ist es für Patienten, wenn sie auf Klinik-Websites Siegel und Zertifikate vorfinden, bei denen nicht auf Anhieb erkennbar ist, von wem und wofür sie vergeben wurden.

Orientierung bei den wichtigsten Klinikzertifikaten
Mit dem neuen Patienten-Wegweiser soll die Wahl des Krankenhauses erleichtert werden. „Wir möchten Patienten Orientierung geben“, so Detlef Schliffke. „Denn für medizinische Laien ist meist nicht auf Anhieb erkennbar, welche Klinik-Zertifikate für die jeweilige Behandlung von Bedeutung sind.“ Die Implantation von künstlichen Knie- und Hüftgelenken beispielsweise gehört mit jährlich 390.000 Operationen zu den häufigsten operativen Eingriffen in Deutschland. Patienten, die für einen solchen Eingriff eine geeignete Klinik suchen, bietet das Endocert-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) wichtige Orientierung und Hilfe. Krebspatienten können sicher sein, an den von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifizierten Krebszentren eine Behandlung vorzufinden, die sich an nachweislich hohen Qualitätsmaßstäben orientiert. Die medizinischen Fachgesellschaften bürgen für eine nachprüfbare und hohe Qualität der von ihnen zertifizierten Kliniken und Krankenhäuser.

Der Wegweiser Klinik-Zertifikate soll regelmäßig um weitere, sinnvolle Siegel und Zertifizierungen erweitert werden. Für die nun veröffentlichte Übersicht haben sich Saluway, BPiK und BBfG an den vom Statistischen Bundesamt ermittelten, häufigsten Gründen für einen Krankenhausaufenthalt orientiert.

Der detaillierte „Wegweiser Klinik-Zertifikate“ findet sich unter: http://saluway.de/wegweiser-klinik-zertifikate

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